Geplante Projekte

Aktuelle Projekte

Rechtspopulismus und Rassismus im Kontext der Flüchtlingsbewegung – eine Regionalanalyse zur politischen Kultur

In dem Projekt geht es um eine differenzierte Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und Rassismen am Beispiel einer Region im Süden Baden-Württembergs (2016-2017).

- Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung - 

Berufseinstieg von Flüchtlingen - Chancen und Probleme des Übergangs in die Arbeitswelt

Die zentrale Forschungsfrage ist, welche Orientierungen, Lernprozesse und Handlungsstrategien Flüchtlinge im Übergang zu einer beruflichen Tätigkeit in ihrem sozialen Kontext entwickeln und welche Erfahrungen Arbeitgeber_innen und Unterstützungssysteme mit ihnen machen.

- Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung - 

Abgeschlossene Projekte

Projekt Vielfalt

Evaluation des Programms "Vielfalt gefällt - 60 Orte der Integration" der Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Integration Baden-Württemberg (2013-2015)

BoMig

Berufsorientierung junger Migranten und Migrantinnen. Eine sozialraumbezogene Adressantenforschung (2010-2013)

Lebensführung und solidarisches Handeln unter Modernisierungsdruck

Was bewegt junge Menschen unter 35 im Dienstleistungsbereich? U35 (2007-2011).
-Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung - 

Rechtsextremismus und sein Umfeld

Eine Regionalstudie im Rems-Murr Kreis (2006-2008).
- Gefördert durch den Verein für internationale Arbeits- und Kulturbeziehungen e.V. (VIAK) -

Rechtspopulismus in der Arbeitswelt. Eine Analyse neuerer Studien (2009-2010), gefördert durch IG Metall

Integration von Kindern in Baden-Württemberg und Kalifornien (2004-2005)

Wege der Integration im Erziehungs - und Bildungsprozess

Das EU-Projekt „Internationales Lernen“

Die internationalen Veränderungen ab 1989 (Auflösung der Sowjetunion, Umsturzbewegungen in Osteuropa, Mauerfall, Jugoslawienkrieg) hatten auch für unsere Forschungsgruppe Folgen, die wir nachträglich so charakterisiert haben:

„Die Welt verändert sich heute in dramatischer Weise und mit ihr das soziale Klima. Integration und soziale Ausgrenzung werden immer mehr zum Problem. Die Jugendlichen stehen vor der Aufgabe, sich in eine Welt hinein zu entwickeln, die kaum mehr feste Entwicklungsperspektiven bietet. Orientierung wird deshalb für Jugendliche zu einer zentralen Aufgabe.

Das Projekt „Internationales Lernen“ versucht sich dieser Aufgabe zu stellen. Es will Jugendlichen die Chance geben im internationalen Austausch eine bessere Orientierung in der Welt zu gewinnen.“ (Held & Svob, 1998a, 10).

Es handelte sich um eine international vergleichende Jugendforschung für die es weder methodisch noch inhaltlich Vorbilder gab. Bei einer solchen Forschung denkt man leicht an einen Kulturvergleich, wir wollten jedoch „Kulturalisierung“ vermeiden und haben uns deshalb für den Titel „Internationales Lernen“ entschieden (Marvakis, 1998). In und zwischen den europäischen Ländern nahmen die sozialen Unterschiede zu und in dem härter werdenden sozialen Klima gewannen nicht nur Desintegrationsprozesse, sondern auch nationalistische und rassistische Ausgrenzungen an Boden. Bei den Orientierungen von jugendlichen Arbeitnehmer/innen war in der Umbruchszeit nach 1989 die „gesamtgesellschaftliche Vermitteltheit“ kaum zu übersehen.

Der erste Schritt zu einem europäischen Projekt bestand in der Kontaktaufnahme zu Forschungseinrichtungen in vier Ländern, die jeweils für uns von besonderem Interesse waren, nämlich Griechenland, Kroatien, Lettland und die Niederlande. Wir stießen auf großes Interesse an einer gemeinsamen vergleichenden Jugendforschung, wir besuchten die Länder, regten die Bildung von Forschungsgruppen an und führten gemeinsame Tagungen zur Konzeptentwicklung und Projektplanung durch.

Das Forschungsprogramm begann mit einer ethnographischen Erkundung des jeweiligen Feldes im Rahmen eines Wissenschaftleraustauschs. Die Tübinger Forschungsgruppe besuchte zusammen mit Wissenschaftlerinnen der jeweiligen Forschungsgruppe die ausgewählten Felder in den fünf Ländern und ließ sich von den Jugendlichen der jeweiligen Berufsschule ihren Sozialraum vorstellen und erklären. Das wurde durchweg mit einer Videokamera aufgenommen und daraus eine Videodokumentation erstellt. Die Jugendlichen konnten sich also selbst und ihre Gegend authentisch präsentieren.

Im Rahmen dieser Feldforschung wurden auch quantitative Umfragen, Gruppendiskussionen und Interviews durchgeführt und die Ergebnisse zurückvermittelt und diskutiert. In gemeinsamen Tagungen, die jedes Jahr in einem anderen der fünf Länder stattfanden, wurden die Erkenntnisse ausgetauscht und vertieft. Ein wichtiges Ergebnis war, dass es nicht eine ausgrenzende Orientierung gibt, sondern verschiedene Nationalismen und Rassismen mit jeweils länderspezifischen Wurzeln (Held, 2015b). Die Ergebnisse wurden umfangreich publiziert (u.a. Held & Spona, 1997; Held & Svob, 1998b; R. H. Leiprecht, 1995).

Im Rahmen dieser Feldforschung wurden auch quantitative Umfragen, Gruppendiskussionen und Interviews durchgeführt und die Ergebnisse zurückvermittelt und diskutiert. In gemeinsamen Tagungen, die jedes Jahr in einem anderen der fünf Länder stattfanden, wurden die Erkenntnisse ausgetauscht und vertieft. Ein wichtiges Ergebnis war, dass es nicht eine ausgrenzende Orientierung gibt, sondern verschiedene Nationalismen und Rassismen mit jeweils länderspezifischen Wurzeln (Held, 2015b). Die Ergebnisse wurden umfangreich publiziert (u.a. Held & Spona, 1997; Held & Svob, 1998b; R. H. Leiprecht, 1995).

Nach diesem ersten Teil unseres Forschungsprogramms „Internationales Lernen“ folgte ein zweiter Abschnitt, der als Praxisforschung konzipiert wurde. In diesem neuen Rahmen führten

 

wir mit Jugendlichen aus den bisherigen Forschungsfeldern der fünf Länder einen Jugendaustausch und eine internationale Jugendbegegnung durch.

 

Nach diesem ersten Teil unseres Forschungsprogramms „Internationales Lernen“ folgte ein zweiter Abschnitt, der als Praxisforschung konzipiert wurde. In diesem neuen Rahmen führten

wir mit Jugendlichen aus den bisherigen Forschungsfeldern der fünf Länder einen Jugendaustausch und eine internationale Jugendbegegnung durch.

Internationales Lernen in der Jugendbegegnung

Am Ende des gesamten Projekts wurde eine Jugendbegegnung mit dem Titel „International Lernen – Lokal Handeln“ geplant und in Deutschland durchgeführt. Aus alle fünf beteiligten Ländern trafen sich die Jugendlichen, die an dem Gesamtprojekt mitgemacht hatten an einem Jugendbegegnungsort in Deutschland zu einem intensiven Austausch. Die Videos, die in allen beteiligten Stadtteilen erstellt worden waren regten den Austausch zwischen den Jugendgruppen aus den fünf Ländern an. Übrigens wurde auch über dieses Begegnungsprogramm ein Video erstellt und es wurde lange u.a. über unsere Homepage für die Jugendarbeit zur Verfügung gestellt. Die Jugendbegegnung verstanden wir wieder als eine Verbindung von Praxis und Forschung sowie im Sinne der KPs als Praxisforschung (vgl. R. Leiprecht, Riegel, Held, & Wiemeyer, 2006).

 

 

  • Weitere abgeschlossene Projekte

    Kooperationsprojekt mit der Sonoma State University und Studien zu bildungserfolgreichen Migranten/Migrantinnen (2005-)

    Internationales Lernen von Kindern und Jugendlichen in Europa – vergleichende Studien zur Integration: Von uns koordiniertes Netzwerk mit 6 europäischen Ländern.

    "Internationales Lernen": Orientierung Jugendlicher im Kontext von Integration und Ausgrenzung. Vergleichende Jugendforschung in Deutschland, Griechenland, den Niederlanden, Kroation und Lettland (1996-1999, Programm Jugend für Europa).

    IG-Metall-Jugendstudie. Lebenseinstellungen junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Neue Orientierungen und Engagementformen (1999-2002).
    - Im Auftrag der IG Metall -

    „Chatting Arts“ (2001-2002) Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projektes vom „Stadtjugendring Stuttgart“.

    Weiterentwicklung der örtlichen gewerkschaftlichen Jugendarbeit in Baden-Württemberg. Ein aktivierendes Evaluationsprojekt (2003-2004).
    - Im Auftrag der IG Metall Baden-Württemberg -

    Die Bedeutung der Jugendforschung für die Jugendarbeit am Beispiel der IG Metall Jugendstudie (2003-2004).
    - Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung -

    Integration - Segregation. Sozialraumanalyse der Tübinger Südstadt (2003-).
    - Universitätsprojekt -

    Integration von Migrantenkindern in Baden-Württemberg und Kalifornien (2004-2006).
    - Kooperationsprojekt mit der Sonoma State University -

    Evaluation von kommunalen Integrationsprojekten mit Migranten (2005-2006).
    - Gefördert durch die Landesstiftung Baden-Württemberg -