Rechtsextremismus und sein Umfeld - Eine Regionalstudie im Rems-Murr Kreis

Arbeitnehmer_innen und Rechtsextremismus - Eine Analyse neuerer Studien

10.2008 - 11.2009

Durchgeführt wurde eine Expertise ausgewählter Rechtsextremismus-Studien seit dem Jahr 2000 (Held u.a. 2009). Diese Studien kommen teilweise zu widersprüchlichen Ergebnissen, was die Empfänglichkeit von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen bzw. bestimmter Gruppen von ihnen gegenüber rechtsextremen Orientierungen angeht. Unsere Studie geht diesen Widersprüchen nach.

Zunächst wurden die ausgewählten Studien auf ihren gesellschaftlich-politischen Hintergrund, ihre theoretischen Vorannahmen und das methodische Vorgehen hin analysiert . Gemeinsamkeiten und Unterschiede wurden herausgearbeitet, zudem wurde untersucht, in welchen Punkten die Studien tatsächlich direkt vergleichbar sind.

Bei quantitativ durchgeführten Untersuchungen wurden einzelne Ergebnisse statistisch geprüft oder Daten neu korreliert, um neue Perspektiven bei den Ergebnissen zu bekommen. Ziel war also zunächst, ein klareres Bild über die Verbreitung rechtsextremer Orientierungen unter Arbeitnehmer_innen zu erlangen, wobei verschiedene Gruppen unterschieden wurden, z.B. Gewerkschaftsmitglieder und Nichtmitglieder, prekär Beschäftigte und Festangestellte, Männer und Frauen, verschiedene Regionen und weiteren Faktoren. Aus diesen Vergleichen heraus wurden die Faktoren bestimmt, die die Anfälligkeit für Rechtsextremismus bei Arbeitnehmer_innen fördern.

Darauf aufbauend ging es darum, zu prüfen, welche Faktoren zur Empfänglichkeit verschiedener Arbeitnehmergruppen für rechtsextreme Einstellungen beitragen, denn die Studien bieten hier unterschiedliche Erklärungsmuster an.